Haarausfall bei Kindern – Was hilft wirklich?

Kinder trifft der Verlust ihrer Haare besonders schwer. Einerseits können sie nicht verstehen, was in ihrem Körper vorgeht, andererseits sind sie häufig dem Spott ihrer Altersgenossen ausgesetzt. Für das Wohl des Kindes ist es daher besonders wichtig ihnen Sicherheit zu geben und möglich schnell die nötigen Massnahmen zu ergreifen.

Ursachen für Haarausfall bei Kinder

Kinder sind sensible Wesen, die durch eine Änderung im gewohnten Umfeld schnell unter emotionalen Stress geraten. Ein Umzug oder eine neue Schulsituation, und manchmal auch „nur“ ein Streit mit der besten Freundin oder dem besten Freund können zu Haarverlust beitragen. Auch Störungen im Schilddrüsen-Hormonspiegel sind häufig zu beobachten.

Die häufigsten Haarprobleme bei Kindern:

Kreisrunder Haarausfall bei Kindern (alopecia areata)

Haarausfall kommt bei Kindern häufiger vor, als man denkt. Vor allem der kreisrunde Haarausfall – eine sogenannte „Autoimmunerkrankung“- ist weit verbreitet. Dabei wendet sich das eigene Immunsystem des Körpers gegen die Haarwurzeln und lässt die Haare ausfallen. Innerhalb kurzer Zeit entstehen durch den Haarverlust kahle runde oder ovale Stellen. Diese werden rasch auch für Aussenstehende sichtbar, da je nach Frisur die Stellen nicht mehr abgedeckt werden können. Während Mädchen die kahlen Stellen noch mit Stirnbändern und Haarspangen kaschieren können, sind die Stellen bei kurzhaarigen Jungen meist sofort zu sehen.

Bei etwa der Hälfte der betroffenen Kinder wachsen diese kahlen Stellen auch ohne Behandlung mit der Zeit wieder zurück.

Jedoch kann es auch sein, dass der Haarausfall weiter fortschreitet und zum Verlust aller Kopfhaare (Alopecia totalis) führt. Im schlimmsten Fall kann es sogar zum Verlust aller Körperhaare, wie den Augenbrauen, Wimpern und der Schambehaarung führen (Alopecia universalis).

Wenn Ihr Kind von kreisrundem Haarausfall betroffen ist, sollten Sie wöchentlich den Verlauf der kahlen Stellen beobachten.

Sie können bei minimalem Ausbruch – also kleinen Stellen am Kopf die ihr Kind (noch) nicht stören – auch eine Zeit warten. Wie bei Erwachsenen ist der Verlauf meist schleichend. Darum ist es von Vorteil, wenn Sie die Stellen fotografieren um den Verlauf besser beurteilen zu können. Wenn diese kahlen Stellen grösser werden oder Sie unsicher sind, wenden Sie sich an einen Haarwuchs-Spezialisten vor Ort. Denn je früher Sie reagieren, desto schneller ist der Spuk vorbei.

Haarverlust in der Pubertät

In der Pubertät geht so einiges im Körper vor. Der Hormonhaushalt erneuert und erweitert sich enorm. In dieser Umstellung – vor allem bei Mädchen zwischen 16 und 20 Jahren – kann es passieren, dass die Haare dünner werden oder sogar verstärkt ausfallen. Dieser „diffuse“ Haarausfall betrifft meistens den ganzen Kopf und ist verstärkt an den Konturen im Gesicht sichtbar. Da sich der Hormonspiegel im Normalfall wieder von alleine ausbalanciert brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Sie können jedoch den Verlauf positiv beeinflussen. Achten Sie auf eine nährstoffreiche Ernährung (beispielsweise mit Nahrungsergänzungen) und benutzen Sie ein Haarwuchs-Aktivierendes Shampoo. Fragen Sie im Zweifelsfalle einen Haarwuchs-Spezialisten in Ihrer Nähe oder kontaktieren Sie unsere Fachpersonen auch telefonisch.